Geschichte

Hanauers Petits Fours

Kleine Geschichte der Petits Fours

Das Petit Four (in der Mehrzahl Petits Fours geschrieben) ist ein klassisches Feingebäck der französischen Küche. Glasierte Petits Fours werden aus einem Biskuitteig ausgestochen oder geschnitten, mit Cremes und Marzipan gefüllt und anschließend mit Zuckerguss glasiert und kunstvoll verziert.

Die unglasierte Petit-Four-Variante bezeichnet man auch als trockene Petits Fours. Für sie werden kleine Makronen, Biskuits oder kleines Blätterteiggebäck verwendet. Sie werden in der Regel gleichfalls mit Creme gefüllt, jedoch nicht mit einem Zuckerguss garniert.

In deutschen Publikationen werden Petits Fours oft mit „kleinen Stückchen“ übersetzt. Die wörtliche Übersetzung der schmackhaften kleinen Häppchen ist allerdings „kleiner Backofen“. Der Ausdruck kommt noch aus der Zeit der Holz- und Kohleöfen. Bäcker und Konditoren nutzten die Resthitze der Öfen im Anschluss an die Hauptproduktion, um das Kleingebäck zu backen.

Einzug des Petit Four in Wien

Wien ist seit jeher ein Schmelztiegel kulinarischer Leckerbissen aus vielen Nationen – so auch bei den Mehl- und Süßspeisen. In der Wiener Konditorei finden sich Köstlichkeiten von Strudeln über Schnitten, Rouladen, Torten und Kuchen, hergestellt aus Mürb-, Blätter- oder Plunderteigen, leichten Biskuit- und Sandmassen bis zu den schweren buttergerührten Massen. Der Geschmacksbogen spannt sich von fruchtig über Karamell bis hin zu Schokoladentönen.

Petit Four – ein Trendprodukt der 5-Stern Hotellerie

Während seiner Zeit als Chef-Patissier im Wiener Hotel Marriott in den Achtzigerjahren, stand Klaus Hanauer an der Spitze eines 10-köpfigen Konditoren-Teams. Damals standen die Brunch- und Candle Light-Buffets hoch im Kurs und Hotelrestaurants erlebten eine Hochblüte. Gegen 1990 hielten die sogenannten Convenience-Produkte (Halbfertig- und Fertigprodukte) in die Hotels Einzug. Zu dieser Zeit hatte Klaus Hanauer sich bereits mit seiner ersten Backstube selbständig gemacht.  Die Idee entstand, kleine Desserts in der Geschmacksrichtung der typischen Wiener Konditorei für die 5- und 4-Stern-Hotellerie zu erzeugen. Kleine Esterhazy-, Kardinal-, Sacher-, Malakoff-, Punsch- und Dobosschnitten waren fortan die süßen kulinarischen Renner am Dessertteller des verwöhnten Wiener und internationalen Publikums. Catering- und Party-Services nützten ebenfalls den Trend der Stunde. Bis heute sind sie der BIO-Konditorei Hanauer als Kunden treu geblieben.

BIO-Konditorei Hanauer mit weltweit einzigartigem Petit-Four-Konzept

Das Sortiment der Konditorei Hanauer umfasst an die 60 verschiedene Petits Fours, die saisonal wechseln. 2010 eröffnete die Konditorei mit einem weltweit einzigartigen Konzept: Statt großer Tortenstücke werden ausschließlich kleine Köstlichkeiten in der Art der spanischen Tapas – nur eben süß – angeboten. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, erhält der Gast doch 3 Stück Petits Fours in der Größe eines herkömmlichen Tortenstücks und hat so die Möglichkeit, 3 Geschmacksrichtungen anstatt nur einer auszuprobieren. Die kleinen Häppchen schmecken nicht nur wunderbar, sondern erfreuen auch das Auge.